Über Urban Exploring

Urban Exploration ( Stadterkundung) ist die private Erforschung von Leerstehenden und verlassenden Orten & Objekten. Meist handelt es sich dabei um das Erkunden alter Industrieruinen, Kanalisationen, Katakomben, Militärkasernen, Wohnsiedlungen,etc.. Wie ihr seht kann so gut wie jeder verlassene Ort Interessant sein! Der Begriff wird jedoch durchaus auch für die Erkundung zugänglicher Orte wie Parks verwendet.

Für die meisten Urban Explorer liegt die Motivation neben der Entdeckung und Dokumentation der Objekte, in der Ästhetik und Romantik, die jene Orte mit sich bringen, so wie im Erlebnis einer authentisch-historischen Atmosphäre. Zudem wird die eintretende Verwilderung, Vandalismus und der Verfall nach dem Verlassen ehemals genutzter Anlagen und strukturierter Betriebe, sowie der Kontrast zu moderner städtebaulicher Investition und Ordnung als entspannende und befreiende Zivilisationsflucht beschrieben. In schon länger stillgelegten Betrieben zeigen sich oft zahlreiche Graffiti oder bizarre Bilder, zum Beispiel von aus den Wänden wachsenden Bäumen. Der Großteil der Urban Explorer hält diese Eindrücke auf Fotos fest. Hierbei entstehen häufig zum Teil sehr surreale Kunstwerke. Der Schwerpunkt kann bei Urban Exploration individuell neben der Erkundung selbst auf künstlerischer und dokumentarischer Fotografie liegen, historischen Recherchen, dem Anlegen von Online-Dokumentationen zu Anlagen, die vom Verschwinden oder völligen Verfall bedroht sind, oder auch auf der sportlichen Herausforderung bei der Überwindung von Hindernissen und dem Eindringen in schwer zugängliche, aktive Anlagen.

Die Popularitätszunahme von Urban Exploration kann mit der zunehmenden Medienaufmerksamkeit begründet werden. So wurde das Thema von Fernsehsendungen wie Urban Explorers im Discovery Channel oder der Reality Show MTV’s Fear thematisiert. In Interviews, wie z. B. in der Sendung New Morning auf dem Hallmark Channel, wurden die Aktivitäten näher erläutert. Ebenfalls war das Thema Gegenstand der Konferenzreihe Hackers on Planet Earth. Auch in Deutschland steigt das Interesse der Medien, wie zahlreiche Zeitungsartikel und einige Fernsehbeiträge belegen.
Mit der steigenden Popularität ist jedoch ebenso ein Anstieg des Vandalismus zu verzeichnen. In der Regenbogenpresse wurde zunehmend von den illegalen Aspekten wie Einbruch und Hausfriedensbruch berichtet, woraufhin viele Online-Plattformen ihre Informationen reduzierten oder diese nur noch für persönlich bekannte Mitglieder zugänglich machten.
Urban Exploration kann verschiedene Gefahren mit sich bringen. Dazu zählen vor allem Einsturzgefährdete Gebäude, Asbest, Säuren, Industrieabfälle und morsche Bretter, weshalb festes Schuhwerk und Atemschutzmasken häufig zur Ausrüstung gehören. Bei Wasserpfützen ist die Tiefe meist nicht abschätzbar und die Gefahr elektrischer Leitung gegeben. Auch Wachhunde können eine mögliche Gefahrenquelle darstellen. Am besten geht man immer zu 2. oder in größeren Gruppen auf Tour.

Da es nicht viele Grundstücksverwalter gibt, die Verständnis für Urban Explorer aufbringen können und Sondergenehmigungen nur äußerst schwierig zu bekommen sind, betreiben viele ihr Hobby ohne die nötigen Genehmigungen. Deshalb ist Urban Exploration im Grunde genommen meistens Hausfriedensbruch. Anders als in vielen Fällen von Hausfriedensbruch geht es den Urban Explorern nicht darum, Dinge zu zerstören, zu stehlen oder anderweitig dem Grundstück oder Gebäude und der vielleicht noch vorhandenen Einrichtung Schaden zuzufügen, sondern üblicherweise nur um die fotografische und geschichtliche Dokumentation. Menschen, die aus Zerstörungswut eben solche Industrieruinen aufsuchen, oder Kupferdiebe, die noch vorhandene Materialien und Kupferleitungen entwenden und verkaufen, werden nicht unter dem Begriff Urban Explorer erfasst und werden von der Urban Explorations-Szene strikt abgelehnt. (Quelle tlw. Wikipedia)

Typische Ausrüstung auf eine Erkundungstour:

  • Robuste Kleidung, die auch dreckig werden darf.
  • Festes Schuhwerk, am besten Sicherheitsschuhe
  • Handy!
  • Navigationsmittel
  • Taschenlampen mit vollen Akkus!
  • Ggf. Pfefferspray (zur Abwehr gehen wilde Tiere oder sonstige Angreifer)

Kamera Ausrüstung:

  • Kamera. Am besten eine digitale Spiegelreflex.
  • Ggf. Wechselobjektive
  • Volle Akkus! Und Ersatzakkus
  • Speicherkarten
  • Blitz
  • Stativ
  • Fernauslöser

Zusätzliche Ausrüstung ist je nach Bedarf und Objektwahl anzupassen.

Verweise:

Urbex bei YouTube

Urban Explorers: Into The Darkness

Urban Exploration